Fachabteilungen

Für jeden Parameter den richtigen Experten

 

Vom schnellen Blutbild bis hin zur aufwändigen Spezialanalyse bietet Ihnen das MVZ Dresden Labor Möbius, Quasdorf ein vollständiges Spektrum labormedizinischer Untersuchungen an. Dabei werden über 95 Prozent der Parameter in unseren Vor-Ort-Laboren abgearbeitet, um Ihnen kurze Befundzeiten und ideale prädiagnostische Bedingungen zu garantieren. Bei speziellen analytischen Fragestellungen arbeiten wir eng mit ausgewählten Partner- und Kooperationslaboren zusammen.

 

Wir legen großen Wert auf die unmittelbare und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Einsendern. Die Ansprechpartner unserer Fachbereiche stehen Ihnen daher gern konsiliarisch zur Verfügung.

Zu den Anprechpartnern

Klinische Chemie

Unter einem Dach vereint finden Sie in unserem MVZ die Fachabteilungen der Klinische Chemie, Hämatologie und Hämostaseologie, Infektionsserologie sowie die Allergologie und Autoimmundiagnostik. So können wir Ihnen von der Basisdiagnostik bis zur Spezialanalytik ein großes Untersuchungsportfolio aus einer Hand bieten.

Vom Probeneingang bis zur Befunderstellung werden in unserem Haus ausschließlich ausgebildete Fachkräfte eingesetzt. Bei der Abarbeitung Ihrer Proben setzen wir auf durchdachte Prozesse, die Automation und personelle Überwachung lückenlos kombinieren.

In unserem akkreditierten Labor werden Arbeitsabläufe und das Qualitätsmanagementsystem regelmäßig durch externe Stellen geprüft. Auf diese Weise übernehmen wir Verantwortung und gewährleisten höchste diagnostische Qualität, Kompetenz und Zuverlässigkeit bei zeitnaher Patientenanalytik. Unsere kompetenten Ansprechpartner stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Über 95 Prozent Ihrer Anforderungen arbeiten wir in unseren Vor-Ort-Laboren ab. Um aber das komplette mögliche Leistungsspektrum in allen Bereichen der Labordiagnostik abdecken zu können, kooperieren wir innerhalb der Limbachgruppe mit mehr als 30 weiteren Laboren und können so nahezu jeder Anforderung gerecht werden.

In der Klinischen Chemie werden neben einem breiten Portfolio an Basisuntersuchungen auch Spezialanalysen wie Tumormarker, Vitamine, Hormone und Stoffwechselparameter gemessen. Wichtige diagnostische Hinweise geben neben einfach durchzuführenden Analysen wie den täglich gemessenen Eiweißelektrophoresen auch aufwendigere Verfahren, wie beispielsweise die teilweise manuell durchgeführte Immunfixation. 

Hämatologie

Im Bereich der Hämatologie bieten wir Ihnen die Erstellung von automatisiert gemessenen kleinen und großen (sog. Differenzial-) Blutbildern. Sollten hier auffällige Zahlenwerte gemessen werden, profitieren Sie zusätzlich von der vieljährigen Erfahrung unserer spezialisierten Medizinisch-Technischen Assistenten/-Innen und Laboratoriumsmediziner, die dann eine mikroskopische Zelldifferenzierung durchführen.

Neben der Gerinnungsdiagnostik vor Ort können wir durch die reibungslose Kooperation mit unserem Partnerlabor MVZ Labor Dr. Reising-Ackermann und Kollegen in Leipzig spezielle Gerinnungsdiagnostik wie Einzelfaktorbestimmung, Thrombophiliescreening, Abklärung bei Blutungsneigung und genetische Untersuchungen bei Thrombophilie anbieten.

 

 

Allergiediagnostik

Mithilfe der molekularen Allergiediagnostik können in unserem Labor nicht nur die allgemeinen Hauptallergenquellen ausfindig gemacht werden, sondern letztlich die für die Sensibilisierung relevanten Allergenkomponenten auf Proteinebene bestimmt werden. Diese sind für eine effektive Sensibilisierung verantwortlich. In der modernen Allergologie nutzt man daher sowohl die extraktbasierte IgE-Bestimmung als auch die komponentenbasierte Analyse, da diese wichtige zusätzliche Informationen zu Risiko, Spezifität und Kreuzreaktivität liefert. Dabei können saisonspezifische Allergene wie Gräser, Pollen, Insektengift etc. genauso wie Nahrungsmittel- und Umweltallergene erfasst werden.

Ein besonders breites Spektrum an vorgehaltenen Messpräparaten macht uns für spezialisierte Praxen und Krankenhäuser in der Region zum Laborpartner der Wahl. 

Mikrobiologie

Zum mikrobiologischen Nachweis von Krankheitserregern setzen wir kulturelle, biochemische, molekularbiologische und immunologische Verfahren ein. Unsere Diagnostik umfasst die Anzucht aerober und anaerober Bakterien einschließlich Resistenztestungen sowie den Nachweis von Pilzen, Viren und Parasiten.

Einer unserer mikrobiologischen Schwerpunkte ist die Diagnostik von Mykobakterien bis hin zur Resistenztestung von Mycobacterium tuberculosis. Hierfür verfügen wir über hochmodern ausgestattete S3-Sicherheitsräumlichkeiten in unserem Hauptlabor in Dresden-Nickern. Wir bieten Interferon–Gamma-Release-Assays (IGRA) zur Tuberkulosediagnostik sowohl mittels T-Spot.TB-Test als auch mittels QuantiFeron-TB-Gold-Test an.

Unser vollständiges mikrobiologisches Leistungsspektrum entnehmen Sie bitte unserem Leistungsverzeichnis.

Unsere statistisch ausgewerteten Resistenzdaten stellen wir Ihnen regelmäßig zur Verfügung. Weitere Auskünfte hierzu erhalten Sie von unseren ärztlichen Ansprechpartnern.

Zu den Ansprechpartnern

Hygiene- und Trinkwasseruntersuchungen

Wasser ist unser wertvollstes Lebensmittel

Trinkwasser in verschiedenster Gebrauchsform ist selbstverständliche Voraussetzung für unsere Gesundheit und Lebensqualität. Voraussetzung ist eine gute Wasserqualität. Sichergestellt wird diese durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) und das Infektionschutzgesetz (IfsG). Darin wird eindeutig durch strenge mikrobiologische Grenzwerte geregelt, in welcher Konzentration gesundheitsgefährdende Erreger vorkommen dürfen bzw. absolute Keimfreiheit gewährleistet werden muss. Tägliche bzw. regelmäßige Qualitätssicherungen der Wasserqualität durch den öffentlichen Anbieter garantieren die permanente Genusssicherung beim Verbraucher. Aber auch die Richtlinien im hygienerechtlichen Sektor für vielfältige medizinische und öffentlich-soziale Einrichtungen gewährleisten den unbedenklichen Verbrauch von Trinkwasser.

 

Unsere Leistungen

Unser Labor ist akkreditiert gemäß DIN EN ISO/IEC 17025 und geführt auf der Landesliste des Bundeslandes Sachsen nach § 15 Abs. 4 der Trinkwasserverordnung für die Kontrolle von:

  • Trinkwasser (kalt/warm) aus Anlagen der Hausinstallation/Warmwassersystemen auf Legionellenkontamination
  • Wasser aus Dentaleinheiten, Sprühlanzen, Mundduschen und Turbinensprays
  • Wasser aus Trinkwasserbehandlungsanlagen
  • Brunnenwasser
  • Grund-, Roh- und Oberflächenwasser


Untersuchungsspektrum

  • Legionellen (nach UBA-Empfehlung 2000)
  • Keimbelastung in 1 ml pro 100 ml mit Keimdifferenzierung 
  • Clostridium perfringens (nach TrinkwV 2001, Anl. 5, Teil I, e)
  • Pseudomonas aeruginosa (nach DIN 16266)
  • Enterokokken (nach DIN 7899-2)
  • Coliforme Bakterien und E.coli (nach DIN 9308-1)
  • Koloniezahl bei 20 °C und 36 °C (nach TrinkwV 2001, Anl. 5, TeilI, d, bb)

Unsere Akkreditierung bezieht sich auf den Bereich der mikrobiologischen Parameter. Anfragen zu chemischen Parametern leiten wir gern an entsprechend akkreditierte Kollegen weiter .

Legionellenüberprüfung für gewerbliche und öffentliche Trinkwasserinstallationen

Die Trinkwasserverordnung schreibt seit ihrer Änderung vom 01.11.2011 für Betreiber von gewerblich und öffentlich genutzten Trinkwasserinstallationen mit Trinkwassererwärmern die Untersuchung auf Legionellen in definierten Untersuchungszyklen vor. Eine Novellierung erfolgte am 14.12.2012.

Wissenswertes zu Legionellen

Es handelt sich bei Legionellen um Bakterien, welche im Grundwasser, meist in geringer Konzentration vorkommen und in Trinkwasserinstallationen gelangen können. Die idealen Lebensbedingungen sind meistens in den Temperaturbereichen zwischen 20 °C und 55 °C zu finden. Stagnierenden Installationsbereiche, also solche mit behindertem oder nicht vorhandenem Durchfluss, begünstigen die Vermehrung der Bakterien. Ab ca. 60 °C kommt es zu wirksamer Koloniereduzierung. Durch Aerosolbildung u. Ä. kann es besonders bei immungeschwächten Menschen zu gravierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen!

Wer ist zur Legionellenüberprüfung kontrollverpflichtet ?

Betreiber einer Trinkwasseranlage, in der sich ein Trinkwassererwärmer ab einem Speicherinhalt > 400 Liter bzw. Leitungsvolumen > 3 Liter ab Ausgang des Erwärmers bis zur ersten Entnahmestelle befindet, sind zur Legionellenüberprüfung kontrollverpflichtet. Die Anzeigepflicht beim zuständigen Gesundheitsamt obliegt dem (gewerblichen/öffentlichen) Betreiber. Ein- und Zweifamilienhäuser fallen in der Regel nicht darunter. Eine freiwillige Selbstkontrolle ist aber anzuraten. Abhängig vom Untersuchungsergebnis erfolgt der Untersuchungszyklus in der Regel alle 3 Jahre bzw. in öffentlichen Bereichen jährlich.

Probenahme

Die Probenahmen führen zertifizierte Probenehmer unseres Labors durch. Gern unterbreiten wir Ihnen ein kostenfreies Angebot und informieren Sie über den Ablauf der Probenahme. Für weitere Informationen sowie zur Terminabsprache wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner:

Marcel Quasdorf:

Tel.: 0351 / 470 49 80
m.quasdorf@labordresden.de

Anne Kircheis:

Tel.: 0351 / 470 49 83
a.kircheis@labordresden.de

Probenahmestellen

Gemäß der Trinkwasserverordnung müssen bei einer orientierenden Untersuchung Probenahmen zwingend am Ausgang des Warmwasserbereiters, am Eintritt in die Zirkulationsleitung sowie am Ende jeder Steigleitung erfolgen. Bei einer hohen Anzahl an Steigleitungen kann auch eine repräsentative Auswahl der Entnahmestellen erfolgen.


Probentransport

Die Proben sollten innerhalb von 24 Stunden unter Einhaltung der vorgegebenen präanalytischen Kriterien (Kühlung etc.) im Labor eintreffen. Bei Abholung durch uns ist ein kriteriengemäßer Transport abgesichert. Um eine reibungslose Probenbearbeitung zu gewährleisten sollte bei Einsendungen von mehr als 10 Proben eine telefonische Rücksprache mit dem Labor im Vorfeld erfolgen (s. Ansprechpartner).

Befundbewertung- und Übermittlung

Die Befunde werden in der Regel in Schriftform an den Auftraggeber übermittelt.
Die Bewertung orientiert sich am Referenzbereich des technischen Maßnahmewertes: 100 KBE (Koloniebildende Einheiten) pro 100 ml Wasser.

Die Überschreitung des technischen Maßnahmewertes kann je nach Höhe eine Gesundheitsgefährdung bedeuten und bedarf einer entsprechenden Bewertung sowie festgelegter Sanierungsmaßnahmen und Wiederholungsproben. Eine Gefährdungsbeurteilung nach gesetzlichen Vorgaben kann ebenfalls erforderlich sein. Wir beraten Sie gerne.

Die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt hat bei Überschreitung des technischen Maßnahmewertes durch den Betreiber der Anlage zu erfolgen. Bei Vollmachtserteilung übernimmt die Meldepflicht auch das Labor.