Therapeutic Drug Monitoring

Therapiemonitoring von monoklonalen Antikörpern

Bei den therapeutisch eingesetzten monoklonalen Antikörpern gibt es mittlerweile mehr als 100 unterschiedliche Biologicals auf dem Markt. Das Behandlungsspektrum reicht von chronischen Erkrankungen wie Rheuma, multipler Sklerose, Psoriasis und Osteoporose über inflammatorische Darmerkrankungen bis zur Onkologie. 

Die Wirkungsweise solcher monoklonalen Antikörper besteht in der selektiven Hemmung von pathogenetisch relevanten Zielstrukturen. Während der Therapie sind regelmäßige Laborkontrollen (Blutbild, Leber-, Nierenfunktionswerte) vorzunehmen. Neben der Dosisanpassung bei Unter- bzw. Überdosierung spielt auch das Erkennen von sogenannten „Anti-Drug-Antikörpern (ADA)“ eine wichtige Rolle.

Da monoklonale Antikörper von dem Immunsystem erkannt werden können, ist die Bildung von patienteneigenen ADAs möglich, welche in der Regel den Therapieeffekt deutlich mindern. Dies ist Folge einer Komplexbildung von Wirkstoff und ADA, welche die Konzentration an freiem, biologisch aktivem Wirkstoff vermindert, aber auch den Abbau beschleunigt und damit die biologische Halbwertszeit der Wirksubstanz deutlich verkürzt.

Neben kommerziell verfügbaren ELISA Test-Kits werden in der Limbach Gruppe auch Massenspektrometrie-basierte Referenzmethoden für die Konzentrationsbestimmung von monoklonalen Antikörpern und gebildeten ADA aus klinischem Material entwickelt und angeboten.


Zum Download-PDF monoklonale Antikörper

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne:
Prof. Dr. med. Peter Findeisen, Dr. Rupert Schreiner: tdm@limbachgruppe.com

Aktuelles

Infektionsdiagnostik
Indikationen für SARS-CoV-2-PCR-Test 25.05.2020

Die Dunkelziffer der Menschen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben übersteigt die Zahl der gemeldeten Infizierten wahrscheinlich um das 10-20-Fache. Die SARS-CoV-2-Viruslast der symptomlosen Infizierten oder vor Entwicklung von Symptomen unterscheidet sich nicht von Patienten mit Symptomen.

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Infektionsdiagnostik
SARS-CoV-2: Antikörper-Tests bei Bezug auf klinische Symptomatik abrechenbar 11.05.2020

Ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt ist in der Regel der direkte SARS-CoV-2-Nachweis mittels PCR nicht mehr möglich. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann dann indirekt durch serologische Verfahren nachgewiesen werden. Mittlerweile stehen sehr sensitive und ausreichend spezifische Antikörper-Tests zur Verfügung, so dass eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titeranstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion zweckmäßig sein kann.

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Onkologische Diagnostik
Zervixkarzinomfrüherkennung 28.02.2020

Am 1. Januar 2020 ist das organisierte Programm zur Früh­er­kennung von Zervix­karzinom gestartet. Zur Ab­rechnung des Screenings und der Ab­klärung auffälliger Befunde wurden in den EBM neue Gebühre­nordnungs­posi­tionen aufgenommen.

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