Infektionsdiagnostik

Mikrobiomanalytik ab sofort in Dresden anforderbar

Im Rahmen unserer Zusammenarbeit innerhalb der Limbach Gruppe SE können wir Ihnen ab sofort eine quantitative Analyse des intestinalen Mikrobioms anbieten. 

Diagnostik

Trotz extremer interindividueller Unterschiede gibt es einige konservierte Anteile, die eine ausbalancierte Mikrobiota charakterisieren. Neuere Daten zeigen die essenzielle Bedeutung einer ausgewogenen mikrobiellen Besiedlung des Darmes. Verschiebungen in der Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota können zu vielfältigen Gesundheitsstörungen führen. Mikrobiomanalytik durch „Next Generation Sequencing“ (NGS) ermöglicht die Analyse der Gesamtheit der Mikroorganismen eines komplexen Mikrobioms. Auch erhöhtes Vorkommen einzelner „besonderer“ Bakterienspezies, wie z.B. Faecalibacterium prausnitzii, korreliert mit einer gesunden Darmflora.

In der etablierten klassischen kulturellen Stuhldiagnostik werden die Bakterien auf einer Vielzahl verschiedener Nährmedien unter aeroben und anaeroben Bedingungen angezüchtet und quantitativ beurteilt. Mit dem kultivierbaren Teil der Mikrobiota ist allerdings der Nachweis von nur ca. 40 % der Mikroorganismen der intestinalen Flora möglich. Besonders die quantitativ dominierenden obligat anaerob wachsenden Bakterien lassen sich nur zum Teil anzüchten. Der Nachweis dieser Keime erfordert moderne molekularbiologische Verfahren. Hier stehen vor allem Methoden wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder DNA-Hybridisierungsverfahren zur Verfügung. Ein Nachteil dieser Methoden ist, dass nur gezielt nach einzelnen Mikroorganismen untersucht werden kann. Die Gesamtheit des Mikrobioms lässt sich jedoch mit dieser Methode nicht erfassen.

Der Durchbruch in der Mikrobiomanalytik erfolgte in den letzten Jahren durch die Weiterentwicklung des sogenannten „Next Generation Sequencing“ (NGS). Beim NGS handelt es sich um eine Sequenziermethode, bei der Millionen von kurzen DNA-Fragmenten parallel analysiert werden. Die einzelnen Sequenzabschnitte werden verwendet, um die verschiedenen Mikroorganismen zu identifizieren. Über die Häufigkeit, mit der bestimmte Sequenzen gefunden werden, ist eine Quantifizierung der verschiedenen Mikroorganismen möglich. Durch Einsatz dieser Methode kann innerhalb kürzester Zeit die Zusammensetzung der Gesamtheit der Bakterien oder der Pilze eines komplexen Mikrobioms analysiert werden. Ergänzend zur Mikrobiomanalytik bzw. klassischen kulturellen Dysbakteriediagnostik eignet sich die Analyse einiger zusätzlicher Parameter, um pathologische Veränderungen im Verdauungstrakt zu diagnostizieren.

Preise:

  • 198 € als IGeL (für gesetzlich versicherte Patienten)
  • 233 € für Privatpatienten

Präanalytik:

Wir bitten um vorherige Anmeldung im Labor, da Sie ein normales Stuhlröhrchen sowie einen Kühlakku benötigen, den der Patient zu Hause in den Tiefkühlschrank legen kann. Beides senden wir Ihnen bei Bedarf zu. Benötigt wird vom Patienten ca. 1g Stuhl (eine haselnussgroße Menge), möglichst entnommen von drei verschiedenen Stellen (erhöht die Aussagekraft der Diagnostik). Die gefrorene Stuhlprobe muss mit dem Kühlakku in die Praxis gebracht und hier weiter im gefrorenen Zustand aufbewahrt werden. Alternativ kann der Patient seine gefrorene Stuhlprobe direkt im Labor abgeben.

Um die Untersuchung anzufordern, füllen Sie bitte einen IGeL- oder Privatschein wie üblich aus und lassen den Patienten unterschreiben. Zusätzlich sind für eine korrekte Befundung die Patientendaten des  Scheins „Anforderung Mikrobiom“ notwendig. Diesen finden Sie unter Formulare und Downloads.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne:
Christin Zaulig: c.zaulig@labordresden.de

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